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20 auf 21 Oktober im Flieger von Honolulu nach Chicago Die letzten beiden Tage auf Big Island waren dann noch mal genauso wie schon der ganze Urlaub - sehr entspannt und toll. Am Sonntagmorgen im Lava Java traf ich Andrea Und Jo. Die beiden habe ich durch Claudi und Arnd kennengelernt und sie saßen gerade gemeinsam mit Kaihawaii (Baumgartner) beim Konakaffee. Zunächst erstaunt was ich denn noch hier mache, berichtete ich erst mal ausgiebig von meinem Trip. Da die beiden mich trotz oder wegen meier zweitägigen Einsamkeit wohl nicht alleine lassen wollten fragten sie kurzerhand ob ich Lust hätte mit den Dreien zusammen zu einem schönen Strand zu fahren. Das Angebot nahm ich gerne an und so verbrachten wir nicht nur den Nachmittag sondern auch noch den nächsten Tag zusammen. Die drei sind wirklich klasse und wir haben viel gelacht. KOnajoe hat sich n paar Kaffeesäcke gekauft, Kai hat sich ne Winterjacke zugelegt und ist jetzt für die Kasseler Schneestürme gerüstet und Andrea hats jetzt professioinell drauf Umkleidekabinen von aussen zu verriegeln wenn der Rest ihrer Sachen noch drin ist. Am Montag waren wir neben dem Besuch einer Kaffeefarm dann noch am Green Sands beach. Vom South Point aus (südlichster Punkt der USA) waren wir nach ner Stunde Fußmarsch bei nem Mörderwind, am Ort mit dem legänderen Sand. Mitten in der Felsenküste tut sich auf einmal eine Buch auf die gefüllt ist mit olivgrünen glitzerndem Sand. Mich wundert hier so langsam nix mehr. Nach einem Abstieg über in Stein gehauene Stufen waren ausser uns noch ein paar Locals da. Die Wellen die rein kamen waren geil. Vier mal geriet ich in die Waschmaschine. Wenn man es nicht schafft vor der sich brechenden Welle abzutauchen wird man von Selbiger erfasst und weiß dann nicht mehr wo unten und oben ist... Gestern Abend waren wir dann alle zusammen noch im Lava Java (da isses aber auch schön) und sehr wehmütig befasste ich mich mit dem Gedanken an den letzten Abend. Heute morgen waren wir vier dann noch mal am Pier mit Yvonne van Vlercken und einem Rochen schwimmen. Andrea und Joe haben mich dann noch an den Flughafen gebracht und es hieß endgültig Abschied nehmen. Kai fliegt am Donnerstag, Andrea und Joe am Sonntag zurück. Da bin ich dann immerhin noch in Florida. Für den Kona Bloc von Kai (3athlon.de) werde ich jetzt noch mal ne Zusammenfassung schreiben, und bekomme damit die Ehre auch einer breiten Öffentlichkeit von meinem Mauna Loa Trip zu berichten. Sehr schade dass meine Zeit auf der Insel nun vorbei ist, es war riesig. Seis drum, jetzt freu ich mich auf meine Freunde in Florida, Angeln und Bier trinken... Hang loose Manni
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17.10.2009 Nachdem ich gestern noch die nähere Umgebung erkundet hatte (die Hütte ist von ein paar kleineren Hügeln umgeben von denen man wenn man aus voller Kehle ruft oder jodelt oder pfeift, ein Wahnsinnsecho kriegt), auf der Veranda noch gelesen und doch noch gehofft hatte dass sich mir jemand Gesellschaft leistet, was nicht geschah, bin ich so gegen 18:30 in meine Koje gekrochen. In der Hütte war es erstaunlich warm was überraschenderweise auch die ganze Nacht fast so blieb. Die Wintermütze die ich Nachts zuvor noch auf hatte brauchte ich gestern jedenfalls nicht. Als dann stockfinstere Nacht war, also um 8, bin ich dann noch mal raus und hab mir meinen Lohn für den Aufstieg angeschaut. Der wolkenlose Himmel mit all seinen Sternen und einer für mich noch nie so deutlichen Milchstraße waren atemberaubend. Allein dafür hatten sich alle Mühen gelohnt. Als ich dann noch mit Stirnlampe befaffnetden Hügel der den Blick auf Richtung Volcanopark mit all seinen aktiven Erruptionen erklomm, fesselte mich das Leuchten der Lava an allen möglichen Stellen. Am Tag sah man da lediglich Rauchsäulen aufsteigen, jetzt leuchtet gelbes Licht von glühender Lava. So ist das alles hier mal entstanden dachte ich. Als ich mich dann endlich satt gesehen hatte gings wieder zurück in mein Quartier. Den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt um ja nicht den Sonnenaufgang zu verpassen legte ich mich schlafen. DAs war allerdings erst mal gar nicht so leicht denn hier war es still. Also so richtig. Nix. Gar nix. Das muss man erst mal verkraften. Als mein Wecker dann klingelte bin ich auch gelich rein in meine Klamotten und raus aufn Hügel. Und was sah ich: Wolken und Nebel. Ich wartete so ne halbe Stunde, sah auch irgendwo die Sonne durchschimmern es wurde heller, aber die Sicht war leider fast Null. DDa bin ich dann lieber noch mal für ne halbe Stunde in den warmen Schlafsack. Viertel vor 7 gings dann raus. Anziehen, Plumsklo, Katzenwäsche und dann die Sachen gepackt. Mein Wasser aus der Auffangtonne hatte ich tags zuvor schon präpariert (Micropur gegen die Bakterien), und so gings kurz nach 7 an den Abstieg. Runter brauchte ich dann lediglich 2:50, fast 1,5 St. weniger als hoch. Am Mauna Loa Lookout angekommen (Ende der Mauna Loa road und Anfag des Trails) traf ich dann auf Rob. Ron war Angestellter der Fireguard und schaute gerade nach dem Rechten am Lookout. Ich gab ihm meinen Müll den ich ordnungsgemäß wieder vom Berg mit runter gebracht hatte und fragt ob er mich die 25 km bis zum Volcanocenter mitnehmen könne. Er sagt na klar aber er dürfe das eigentlich nicht. Es sei denn es wäre ein medizinischer Notfall. Dir gehts doch schlecht oder erwiderte ich mit of course und wir hatten unseren Spaß. Die Fahrt nach unten dauerte eine Stunde und unterwegs hatte Rob noch Arbeit von ner halben Stunde. Er sammelte in Blechbüchsen Blätter ein die er dann mit nahm zum trocknen. Anhand der verdunstenten Wassermenge lässt sich dann ermitteln wie trocken der Wald ist und ob eine Brandwarnung ausgegeben werden muss. Ron meinte die Blätter sind hier immer grün können aber dennoch extrem trocken sein. So gegen halb 12 waren wir dann wieder im Volcanocenter am Rangerstand. Oben hatten war noch schönes Wetter hier regnete es jetzt dünn aber heftig mit Wind. Nach meiner "out" Meldung (muss man machen sonst wird nach dem Zweiten Tag der emergencycontact angerufen den man in der Permit angeben muss, in meinem Fall Vicky) überlegte ich wie ich wieder nach Kona komme. Ein Bus von hier ging leider nicht. Und anchdem das mir dem Hichhiking hierher so gut geklappt hatte, beschloss ich mein Glück wieder mit trampen zu versuchen. Imerhin hörte der Regen nach ner Stunde auf... Um 16 Uhr also nach über 4 Stunden kam dann der Heleo Bus (ein kostenloser Shuttleservice für jeden, hauptsächlich aber für die arbeitende Bevölkerung ohne Auto) und nahm mich mit bis nach Oceanview. Dort angekommen bin icherst mal in den Supermarkt und hab mir ein Truhthahnsandwitch geholt. Zurück am Highway haderte ich dann mit mir ob ich weiter versuchen sollte nach Kona zu kommen oder hier in der Dreiseelengemeinde ne Unterkunft zu suchen. Allerdings hatte ich keinerlei "geruchsneutralen" Kleiderstücke mehr und so entscloss ich mich trotz der nahenden Dunkelheit weiterhin mein Glück als Tramper zu versuchen. Irgendwann musste es ja kommen. So wars auch, kaum 10 Min später kam ein kinnbärtiger Surfer samt Mom und fragte: Whats up brother? Kona City? Thats perfect war alles was mir einfiel. Mein Rucksack und ich selbst begaben sich dann hinten auf den Pickup und fuhren die letzten 70 km in die Nacht. Hier in Kona gings dann erst mal zum Supermarkt und zur Pizza und dann back ins Hotel. Mein Koffer war noch da ein Zimmer gabs auch noch so everything`s just fine. Hang loose Manni
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16.10.2009 Die Nacht war sau kalt. Da mein Lager nach allen Seiten offen war, und ich auch Gepäcktechnischen Gründen nur eine Bundeswehrunterlage dabeihatte, wurde es doch recht ungemütlich. Zumindest der Schlafsach war sein Geld wert. Allerdings musste ich alle halbe Stunde die Position wechseln um der Kälte von unten Herr zu werden. Füße, Hände und Kopf waren aber warm. Mit dem Schlafen gings dann so einigermassen, alle paar Stunden war ich mal wach. Um 6 erhellten dann die ersten Sonnenstrahlen mein "Loft" ich blieb aber noch bis 7 liegen da mirs entschieden zu kalt war. Als die Sonne dann vollends erstrahlte schälte ich mich aus meinem Schlafsack. Die durchgeschwitze Jacke samt T-shirt vom Vortag waren leider des Nachts nicht getrocknet, das könnte zum Problem werden dachte ich mir. Nach einem Energieriegel, ein paar Aminos und ein wenig Stdentenfutter packte ich meine Sachen. Sogar ein Plumsklo gabs hier, welch ein Luxus. Das war sogar sauber und hatte Klopapier. Meinem Fusszeh gings gefühlt besser, allerdings ansehen wollte ich ihn mir noch nicht. So gings dann kurz nach 7 los Richtung Red Hill Cabin. Die Aussicht auf einen weichen Schlafplatz in einer geschlossen Hütte trieben mich an. Laut Plan meiner Roadmap die ich im Volcanocenter erhalten hatte standen 1000HM Aufstieg und 12,1 km Weglänge bevor. 4 - 6 Stunden bräuchte man. 12 km in 4 -6 Stunden??? Da ist wohl noch kein Ironman hoch dachte ich. Vielleicht aber auch doch als ich oben war. Tatsächlich habe ich 4,5 Stunden gebraucht und konnte kein Stück schneller. Der Ausblick und die bizarren Steinformationen waren sagenhaft. Irgendwie surreal das Ganze. Als ich dann endlich hier oben ankam war ich fix und alle. Außerdem plagen mich Kopfschmerzen die wohl ein erstes Zeichen der Höhenkrankheit sein können. Nach längeren Gesprächen mit mir selbst (sonst ist hier ja auch niemand) hab ich mich entschieden morgen wieder abzusteigen. Zum Einen will ich nix riskieren (die Ranger suchen erst wenn irgendjemand ne Vermistenmeldung aufgibt), zum Anderen wäre die Alternative morgen, dem 17ten zum Gipfel, und am 18ten dann ne Mörderabstiegstour über kanpp 3000 HM und an die 50 km Wegstrecke (Da mein Flieger am 20ten zurück geht hätte ich dann noch den 19ten um von hier wieder nach Kona zu kommen). Da mich mein Rucksack heute schon vergeblich versucht hat umzubringen ist mir das Alles zu stressig und riskant. Zumindest weiß ich jetzt was ich nächstes Mal anders machen muss. Hier oben ist es aber auch nicht minder beindruckend. Bei stahblauem Himmel hat man Fernblick in alle Himmelsrichtungen. Ich trinke gerad mein Bier das eigentlich für den Gipfel bestimmt war, und werde versuchen morgen den Sonnenaufgang zu erleben. Morgen gehts dann die beiden Aufstiegsetappen in einem Schwung zurück, und ich hoffe auch dabei trocken zu bleiben. Ach ja meinen Zeh habe ich mittlerweile auch angeschaut... Der doch recht blutunterlaufene große Zehennagel wird sich dann wohl über kurz oder lang verabschieden... Die Hütte hier ist übrigens richtig komfortabel. Betten mit Schaumgummiunterlage ein Tisch mit Bank an dem ich grad schreibe ein Plumsklo nebenan und ne Veranda auf die grad die Sonne scheint. Hang loose Manni
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15.10.2009 Da es keinen Bus gab der direkt zum Volcano Park ging hatte ich mich entschlossen die ca. 150 km zu trampen. Kurz nach 8 machte ich mich mit meinem Rucksack und gefühlten 30 kg auf Richtung Highway. Da legte ich dann schon mal die ersten 5km zu Fuß zurück ,und war am Highway angekommen, schon völlig durchgeschwitzt. Finger raus und nach noch nicht mal zehn Minuten nahm mich eine ca. 50jährige Einheimische so ca. 20 km weit mit. Sie war sehr nett und gab mir ein paar Tips auf die ich achten sollte. In der kleinen Ortschaft in der sie mich raus lies dauerte es wieder nur ein paar Minuten bis mich ein ca. 25jähriger Surfer wieder ein Stück mitnahm. Der war "cool" und so viel unsere Konversation recht dünn aus. Mein Gepäck hatte ich hinten in seinem Pickup und als ich ausgestiegen bin und meinen Rucksack nehmen wollte hatte er dasd wohl vergessen und rollte los. Dumm nur das er dabei über meinen linken Fuß gefahren ist. Er stoppte, machte ein Zeichen zur Entschuldigung und fuhr weiter nachdem ich mein Gepäck entladen hatte. Da ich nix knacken gehört habe und die Zehe auch noch auf und ab bewegen konnte entschloss ich mich erst mal meine Reise fortzusetzen. Laufen musste ich ja erst später. Dann hatte ich Glück ein sich zur Ruhe gesetzte Dickwanst nahm mich ca. 80 km weit mit. Er erzählte in einer Tour und fragte zwischendurch auch schon mal ob er mich langweile. Mittlerweile war es 11 und ich freute mich dass das doch so gut klappte. Jetzt stand ich allerdings ne Dreiviertelstunde. Dann hielt Jhon an. Zusammen mit mit seinem Honey Loraine, wurde ich dann auf dem Notsitz des Pickups bis an den Eingang zum Volcanopark gebracht. Auf der Fahrt gabs Queen und sogar zwei Stück Butterkuchen. Alle sehr nett hier. Da stand ich nun also um 13:00 Uhr im Volcanocenter und ließ mich nun also von einem Ranger unterrichten, was ich alles beachten solle. Kurzzeitig kam mir der Gedanke ob ich nicht doch ein wenig übermütig war. So oft wie der das Wort dangerous aussprach bekam man schon nur vom Erzählen Schiss. Ich unterschrieb dennoch alles und hatte irgendwann meine Permit in den Händen. Und los gings. Ich wanderte jetzt also von der Volcano Station zur Mauna Loa Road und diese dann hoch. Die drei Autos die dabei an mir vobekamen nahmen mich leider nicht mit. So kamen jetzt immerhin 26 km zusammen und ca. 1000 HM. Bin jetzt um 19:00 Uhr abends leider im Dunkeln angerkommen, sitze hier am Ender der Straße wo der Trailpfad beginnt, und fange an zu frieren. Hier ist ein kleiner überdachter Rastplatz in dem ich mein Lager aufgeschlagen habe. Ach ja mein Zeh hat anständig gepumpt, aber ans Aufhören denke ich noch nicht. Mal saehen wie die Nacht wird und was der Zeh morgen früh sagt.
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Kona, 13.10.2009 Nachdem sich nun alle meine Mitreisenden verabschiedet haben, werde ich ab heute von Zeit zu Zeit über den aktuellen Stand meiner Reise berichten. Aber ich fange mal von vorne an: Die Anreise nach Hawaii verlief eigentlich völlig reibungslos. Nach 18 Stunden reiner Flugzeit und einer kurzen Nacht in Honolulu war dann der erste Tag doch recht „wuschelisch“. Andi ( mein persönlicher Suporter und Sohn meines Sponsors Peter Taupp) und ich kamen aber ganz gut mit dem Jetlack zurecht. Bei Vicky sah das schon anders aus. Übelkeit, Schwindel und völlig von der Rolle triffts wohl am Besten. Am zweiten Tag hatte aber auch sie sich gefangen und begann die Insel zu genießen. Gleich mal vorne weg: Hawaii ist unbeschreiblich. Man könnte ja meinen 30°C, Sonne und Meer kenn ich auch vom Urlaub…. Weit gefehlt. Mit Worten lässt sich das hier eigentlich gar nicht beschreiben. Fängt schon mal damit an dass es eigentlich immer angenehm warm ist. OK oder auch heiß. Aber anders als bsp. Am Mittelmeer. Hier weht immer ein Lüftchen und man hat eine gute Zeit. Jeder lacht und grüßt jeden und genießt das Leben. Die einzigen Orte an denen man an eine Jacke dencken muss ist im Supermarkt oder ABC Store vorm Wettkampf. Ansonsten kann man hier 24 Stunden am Tag in Shorts und Shirt rumrennen. Und wenns dann mal regnet (passiert schon mal jeden zweiten Tag) weiß man auch warum hier trotz des warmen Wetters alles so schön grün ist). Es gibt überall grüne kleine Geckos mit einer roten Markierung auf dem Rücken, Vögel, Truthähne die im Baum neben unserem Bett nisten und pünktlich morgens um vier so was ähnliches wie Kickerickie veranstalten, Blumen in allen Farben und im Pazifik Fische die ich alle schon mal in Tierreportagen im Fernsehen gesehen habe. Ihr merkt ich bin beeindruckt. Zur Rennwoche: Um mich herum waren alle ein wenig nervös da mein Rad leider nicht mit uns und dem Rest unseres Gepäcks gelandet war. Zwei mal war ich umsonst zum Flughafen gefahren (ca. 10km von unserm Heim entfernt) um dann endlich beim dritten Anlauf zwei Tage nach unserer Landung mein Rad völlig unversehrt in Empfang zu nehmen. Zwei mal bin ich dann noch jeweils für ca. eine Stunde geradelt. Ein erster Eindruck was mich erwarten sollte war somit getan. Geschwommen bin ich ab unserer Ankunft jeden morgen mit Claudi und Arnd. Da ich gehörigen Respekt vor den Wellen und dem Salzwasser hatte wollte ich so oft es ging ins Wasser um mich dran zu gewöhnen. Hat hingehauen… Gelaufen bin ich noch ein Mal in der Rennwoche. Und dann noch mal für 15 Min.mit meinen neuen K-Swiss Ironman Rennschlappen um sie für den Wettkampf zu testen. Hat auch hingehauen… Zum Rennen: Da ich in der Woche vorm Rennen und selbst am Abend davor noch völlig entspannt war hatte ich schon Angst mir würde die nötige Spannung am Big Day fehlen. Aber Bernie behielt schließlich recht: Die Spannung kam am Morgen am Peer. Nach dem Bodymarking gings Richtung Schwimmeinstieg und zusammen mit Arnd lauschte ich noch der amerikanischen Nationalhymne gesungen von einem Hawaiianer. Die erste von vielen weitern Gänsehäuten kam mit aller Macht… Ich verabschiedete mich von Arnd (Claudi hatten wir vorher schon…) und schwamm nachdem die Pros weg waren Richtung Startlinie. Nach ca. 10 Min auf der Stelle paddeln gings dann auch für uns los. Ich erwischte von Beginn an gute Füsse und bekam relativ wenig Haue ab. Die Brille blieb am Kobb und ab und an wechselte ich die Beinchen vor mir. Ich glaube ich habe im Wasser schon das erste Mal gegrinst…Nach 1:07 entstieg ich den salzigen Element mit einer Siegerfaust und – na klar – einem breiten Lachen. Ab unter den Wasserschlauch und getreu der guten Ratschläge sehr gründlich abgespült. Auf zum Rad und ab auf die Strecke. Nach 1:11 war ich laut Garmin in den Pedalen, geil? So jetzt gings also auf den berühmt berüchtigten Konakurs. Heiß und windig – so wollte ich das haben schließlich war ich auf Hawaii. Genauso kams dann auch, allerdings sooo heiß wie seit Jahren nicht mehr und 50 km Gegenwind hat man auch nicht so oft (laut Marco der hier schon öfter war). Da ich das aber nicht wusste nahm ichs halt so hin und grinste bei 20km/h auf der Ebene und dem Gedanken daran wie mich Claudi jetzt wohl verfluchte da ich mir ja Wind gewünscht hatte. Die komplette Woche vor dem Rennen war es nämlich geradezu windstill. Am Ende des Radkurses war ich froh den Schnitt gerade noch über 30 km/h gehalten zu haben. Allerdings machte ich mir zwischenzeitlich Sorgen da Arnd mich nicht überholt hatte. Eigentlich hatte ich immer das Gefühl nicht an meiner Grenze zu fahren aber Arnd hinter mir? Wie sich herausstellte hatte er mächtig Probleme (Rücken, Hitze) und konnte darum seine gewohnte Leistung nicht abrufen. Ich hatte auch so meine Probleme auf dem Rad: Hintern ab km 30 die Füße wurden sauheiß und taten höllisch weh, leichte Kopfschmerzen versuchte ich mit jeder Menge Wasser zu eliminieren aber das war mir alles egal – hey ich bin bei den Worldchampionchips. Ich bedankte mich dann auch schon mal bei den Helferinnen indem ich sie mit Wasser abkühlte….So stieg ich nach knapp 6 Stunden vom Rad und wusste nicht so wirklich ob ich mich jetzt auf den Marathon freuen sollte. Aber natürlich sagte ich mir das Schlimmste ist rum jetzt nur noch 3 – 4 Stunden laufen and youareanironman… Schon die letzten 30 km auf der Radstrecke freute ich mich auf meine Frau. Hoffentlich seh ich nicht zu fertig aus waren meine Gedankengänge. In Frankfurt wusste sie gleich was los war und machte sich mächtig Sorgen. Das wollte ich hier vermeiden. Also blieb ich kurz bei ihr stehen (ca. bei km 1,5) gab ihr eine Kuss mit „mir geht’s prima“ und lief weiter. Prima gings mir aber nicht mehr lange. Ich bekam die befürchteten Magenprobleme in Form von Krämpfen im untern Bauch. An aufrechtes Laufen war nicht mehr zu denken. Gingen die ersten 5 – 6 km noch im 4:40er Schnitt weg (leichtes Gefälle) war ich ab km 7 schon über eine 5:15 froh. Bei km 11 kam dann das ersehnte Dixi. Dazu müsst ihr wissen dass die ersten 16 km am Alii Drive entlang gehen mit jeder Menge „Great Job“-Rufern und bewohntem Gebiet. Nach dem Dixigang dauerte es dann noch ca. 1km bis ich wieder aufrecht laufen konnte und die Zeiten wieder nach unten gingen. Vor meiner „Rast“ sah ich übrigens erst Arnd und dann Claudi da ca. bei km 8 ein Wendepunkt war. Ich hatte also ca. 2 bzw. 3 km Vorsprung… Den Grund meiner Magenprobleme schob ich auf die Unmengen von Gatorade, Gel und Powerbar_Erdnussbutterriegel die ich auf dem Rad zu mir genommen hatte. Und da meine liebe Vicky immer sagt Cola ist gut für den Magen bin ich ab da auf Selbiges umgestiegen. Immer mit dem Gedanken hier anzukommen habe ich mir dann auch an jeder Verpflegungsstelle Zeit gelassen. Wasser – Schwamm – Wasser – Eis – Cola – Wasser – Schwamm. Dann gings weiter. Ein Umstand machte mir allerdings Angst – Salzmangel. Im Gel als auch in den Riegeln ist Salz bzw. Natrium. In Frankfurt bescherte mir der Natriummangel Qualen die ich hier nicht erleben wollte. Meine Salztabletten die ich dabei hatte waren leider in einer Gelatinekapsel die sich dummmerweise bei diesen Temperaturen auflösten. So befand sich in meiner wasserdichten Box ein 8gKlumpen Sazgelatinebrei… Ich entschied mich dann alle 3 Meilen ein Gel zu nehmen, and it worked… Der Zieleinlauf war dann das Größte was man glaube ich als Ironman erleben kann. Den letzten Kilometer am Alii Drive… Menschenmengen, der Ozean – ich hab geflennt wie sau. Als mich dann Mike Riley ( Mr.Kona the Voice) mit den Worten Youareanironman begrüßte fiel ich auf die Knie und küsste den geheiligten Boden. Am liebsten würde ich jedes Jahr hier her kommen, nur leider kosts halt auch a weng. Ich spare aber schon für meinen nächsten Start hier. Spätestens 2013 will ich hier mit Bernie, Claudi, Arnd, Roger? (na wer will noch Jungs) und Volker (bitte bitte versuchs noch mal Das musst Du erlebt haben) die offizielle TSG-Vereinsmeisterschaft im WMIM austragen. Nachdem ich gestern zuerst Vicky und Andi und dann gegen Abend noch Claudi und Arnd verabschiedet hatte, gings in mein neues Hotel direkt am Alii Drive. Das Kona Islander Resort Hotel ist zwar nix Besonderes, aber für 60 $ die Nacht kann man hier auch nix erwarten. Immerhin liegts direkt neben dem Lava Java. Und zu meinem Tattoo Studio (Rainbow Falls Tattoo) ist es auch nicht weit. Da habe ich jetzt um 12:00 Uhr einen Termin um mir mein ganz Persönliches Andenken mitzubringen… Morgen früh will ich dann nur noch mit dem Rucksack bewaffnet Richtung Volcano Resort (ca. 95 Meilen) losziehen, um dann in 3 – 4 Tagen auf dem Gipfel des Mauna Loa eine Nacht zu verbringen. Soviel für den Moment, Mahalo an alle die mir die Daumen gedrückt haben bis bald!!! Hang loose, I`ll keep you updated Manni
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