Schaun mer mal.... Nachdem ich den Ffm Halbmarathon ganz nach Plan (knapp 01:23) gefinisht hatte, ging dann leider gar nix mehr. Eine muskuläre (oder Bänder, Sehen, Schleimbeutel) Reizung im linken Hüftbereich machte ein Lauftraining für ca. 2 Wochen unmöglich. Die Woche vor Ostern gings dann wieder. Und zwar genau bis Karfreitag. Über Ostern steigerte sich die angehende Erkältung und die Woche drauf lag ich dann mit Antibiotika flach. Ich übertreibe sicher nicht wenn ich behaupte dass eine Marathonvorbereitung so wohl keine ist. Immerhin konnte ich die letzten 1,5 Wochen noch mal voll trainieren. Am Sonntag lief ich noch mal 33 km im 04:45er Tempo. Danach entschloss ich mich beide anstehenden Marathons zu laufen. Allerdings habe ich meine Ziele meinem "Zustand" angepasst. Für Sonntag im Knast habe ich mir einen ambitionierten Trainingsmarathon vorgenommen. In Zahlen will ich in knapp unter 3 Stunden im Ziel sein und Gesamtplatz drei wäre super....Mein Tip für Platz eins: Jens Grünthal (Sieger 2009 und beim HM Ffm nach 01:15:509 Platz zwei Thorsten Zervas (in Seligenstadt beim 25er nach 01:32 im Ziel) Da wir in Würzburg jetzt leider auch keine Mannschaft zusammenbekommen laufe ich dort nur für mich und hoffentlich in 02:49:55 ins Ziel. Vorher messe ich mich natürlich noch beim Hypolauf mit allen die sich trauen:-)
03.02.2010 Wenn man so ein Jahr ohne Ironman vor sich hat, lässt man die Winterpause gerne mal ein wenig länger andauern. Zumal die Wetterbedingungen der letzten Wochen alles andere als spaßig waren. Kalt und Unmengen an Schnee waren nicht gerade die besten Bedingungen für geregeltes Training. Da kam mir das Angebot von Marco (Schreck) gerade recht. Als Guide für ein Trainingslager ging’s im Januar für eine Woche raus aus dem Winter und rein in die sommerlichen Verhältnisse auf Fuerteventura.
Bei 25 - 30 °C und für kanarische Bedingungen mäßigem Wind, erlebten wir eine sensationelle Woche. Das Hotel war der Hammer und so kam folgendes Training zusammen: 21 km Schwimmen, 350 km Radeln (ich führte die Anfängergruppe) mit immerhin 3800HM, 3 kleineren Laufeinheiten, Lauf ABC, Stabi und eine Stunde Yoga. Das Hotel verfügte noch über einen nagelneuen Fitnessraum, Tennisplätzen, einem Beachvolleyballplatz, täglichen Spinningkursen unter freiem Himmel, und und und…
Die Qualität der Anlage zeigte auch das Klientel welches neben uns dort residierte und trainierte. Das Team Saxobank mit den Schleck Brüdern, Riis, Cancellara, O`Grady, etc. waren ebenso vertreten wie auch die deutsche Triathlonelite namens Bracht, Stadler, Fachbach, Hellriegel oder den Raelert Brüdern.
Auch die Verpflegung des Vier Sterne Hotels ließ keine Wünsche offen und so kam es wie es kommen musste – das geplante Abspecken im Januar muss nun auf den Februar verschoben werden….
Wo wir beim heute, hier und jetzt angekommen wären. Aktuelles Gewicht 69,4 kg. Training pro Woche ca. 6 – 8 Stunden. Da jetzt aber die grobe Wettkampfplanung für 2010 steht bin ich doch recht motiviert und war dann auch gestern das erste Mal auf der Rolle.
Folgende Wettkämpfe stehen an:
14.03. Halbmarathon Frankfurt – Ziel 4er Schnitt durchlaufen
11.04. 25 km Seligenstadt – ebenfalls im 4er Schnitt oder drunter
25.04. Knastmarathon Darmstadt – Ziel natürlich der Gesamtsieg
07.05. Hypolauf – alles was geht
16.05. Marathon Würzburg – für die neue Bestzeit bin ich jetzt schon zu spät dran aber unter 2:50 solltens schon werden.
06.06. Triathlon Bürgerpark Darmstadt – Liga
11. – 13.06. Brüder-Grimm-Lauf – unter die ersten 20
19.06. Honischlauf 10 km
20.06. Triathlon Limburg
25.07. Triathlon Churfranken
31.10. Marathon Frankfurt – eventuell Angriff auf die 2:40
Hinzu kommt, dass ich zusammen mit Sonja, Volker, Bernie und Volker den C-Schein (allg. Übungsleiter) mache, wofür von September bis Dezember 9 Wochenenden drauf gehen.
Jetzt hoffe ich mal auf Wetterberuhigung damit man mal wieder halbwegs vernünftig trainieren kann. Wie schnell ich dann wieder in eine passable Form komme wird sich zeigen, ist allerdings auch nicht wirklich entscheidend in diesem Jahr. Auch so macht mir das alles einen Riesenspaß und es hat auch was für sich wenn man nix Muss aber alles kann.
Alle die es interessiert habe ich jetzt hoffentlich wieder informativ befriedigt, wann es das nächste Mal was zu lesen gibt kann ich euch allerdings nicht versprechen. Ich tu mein Bestes – wie immer
A look at this year's theme for the Ford Ironman World Championship
Published Friday, September 18, 2009
This will be the 31st year that athletes from around the world will be coming to Hawaii to celebrate what has become much more than just a race. Ironman is a lifestyle, a passion, a sport, a discipline ... well, it can mean so many things to so many people. The Ford Ironman World Championship takes all that to a new level. Once you've finished Kona, your life is changed. Race director Diana Bertsch passed on this information about the artistic interpretation of the Noio that will grace this year's Ford Ironman World Championship poster and program.
He Au Hou i ka ‘Eheu o ka Noio
A New Era on the Wings of a Noio
2009 is a year of change and new beginnings. It is a time to reflect on the past and respect what it has taught us, but it is also a time to move forward - Imua. We enter this year on the “Wings of a Noio”, embracing change and welcoming new beginnings.
The Noio was an important bird to the Native Hawaiian sailor. The Noio is a land bird and typically travels no more than 40 miles offshore. If a Noio bird was sighted at sea, it was understood that new beginnings were ahead – land meant a new life. During times of change and new beginnings there is always hope in the wind and in the currents that carry us – this is the Flight of the Noio.
The artistic interpretation of the Noio for the 2009 Ford Ironman World Championship was created by Alika Ho’omana.
The black circle in the Noio head represents Po (darkness) while the white around it represents light, life and new beginnings.
The wings of the Noio are represented by Kalo. Kalo is the Hawaiian word for taro, an important food staple in Hawaii. Kalo was known to have the greatest life force of all foods and also represented one’s genealogy and roots. Within the Body of the Noio are the Koru. In the New Zealand Maori culture, Koru represents strength, growth, new life and new beginnings.
In between the Koru is Kukuna ‘O Ka La, “The Rays of the Sun,” which is another symbol for first light or new beginnings.
Below Kukuna ‘O Ka La is Wai, the symbol for water, and Kai, the ocean. In Hawaiian culture, everything and everyone needs water and water is life. In relation to the Ironman, it represents the first discipline, the swim.
Below the Wai or Kai are three triangles that represent the three main mountains of our island: Mauna Kea, Mauna Loa and Hualalai. For Ironman, this represents the second discipline of triathlon, the bike.
Beneath the mountain triangles are the tentacles of the He’e (squid), which symbolize Grasping of Knowledge. The tentacles of the He’e also represent the final Ironman Triathlon discipline, the run, and the athletes grasping for knowledge as they complete their journey.
In the Tail of the Noio you will find more Kalo, bringing us full circle.
Mahalo nui loa for embracing the 2009 Ford Ironman World Championship …
20 auf 21 Oktober im Flieger von Honolulu nach Chicago Die letzten beiden Tage auf Big Island waren dann noch mal genauso wie schon der ganze Urlaub - sehr entspannt und toll. Am Sonntagmorgen im Lava Java traf ich Andrea Und Jo. Die beiden habe ich durch Claudi und Arnd kennengelernt und sie saßen gerade gemeinsam mit Kaihawaii (Baumgartner) beim Konakaffee. Zunächst erstaunt was ich denn noch hier mache, berichtete ich erst mal ausgiebig von meinem Trip. Da die beiden mich trotz oder wegen meier zweitägigen Einsamkeit wohl nicht alleine lassen wollten fragten sie kurzerhand ob ich Lust hätte mit den Dreien zusammen zu einem schönen Strand zu fahren. Das Angebot nahm ich gerne an und so verbrachten wir nicht nur den Nachmittag sondern auch noch den nächsten Tag zusammen. Die drei sind wirklich klasse und wir haben viel gelacht. KOnajoe hat sich n paar Kaffeesäcke gekauft, Kai hat sich ne Winterjacke zugelegt und ist jetzt für die Kasseler Schneestürme gerüstet und Andrea hats jetzt professioinell drauf Umkleidekabinen von aussen zu verriegeln wenn der Rest ihrer Sachen noch drin ist. Am Montag waren wir neben dem Besuch einer Kaffeefarm dann noch am Green Sands beach. Vom South Point aus (südlichster Punkt der USA) waren wir nach ner Stunde Fußmarsch bei nem Mörderwind, am Ort mit dem legänderen Sand. Mitten in der Felsenküste tut sich auf einmal eine Buch auf die gefüllt ist mit olivgrünen glitzerndem Sand. Mich wundert hier so langsam nix mehr. Nach einem Abstieg über in Stein gehauene Stufen waren ausser uns noch ein paar Locals da. Die Wellen die rein kamen waren geil. Vier mal geriet ich in die Waschmaschine. Wenn man es nicht schafft vor der sich brechenden Welle abzutauchen wird man von Selbiger erfasst und weiß dann nicht mehr wo unten und oben ist... Gestern Abend waren wir dann alle zusammen noch im Lava Java (da isses aber auch schön) und sehr wehmütig befasste ich mich mit dem Gedanken an den letzten Abend. Heute morgen waren wir vier dann noch mal am Pier mit Yvonne van Vlercken und einem Rochen schwimmen. Andrea und Joe haben mich dann noch an den Flughafen gebracht und es hieß endgültig Abschied nehmen. Kai fliegt am Donnerstag, Andrea und Joe am Sonntag zurück. Da bin ich dann immerhin noch in Florida. Für den Kona Bloc von Kai (3athlon.de) werde ich jetzt noch mal ne Zusammenfassung schreiben, und bekomme damit die Ehre auch einer breiten Öffentlichkeit von meinem Mauna Loa Trip zu berichten. Sehr schade dass meine Zeit auf der Insel nun vorbei ist, es war riesig. Seis drum, jetzt freu ich mich auf meine Freunde in Florida, Angeln und Bier trinken... Hang loose Manni
17.10.2009 Nachdem ich gestern noch die nähere Umgebung erkundet hatte (die Hütte ist von ein paar kleineren Hügeln umgeben von denen man wenn man aus voller Kehle ruft oder jodelt oder pfeift, ein Wahnsinnsecho kriegt), auf der Veranda noch gelesen und doch noch gehofft hatte dass sich mir jemand Gesellschaft leistet, was nicht geschah, bin ich so gegen 18:30 in meine Koje gekrochen. In der Hütte war es erstaunlich warm was überraschenderweise auch die ganze Nacht fast so blieb. Die Wintermütze die ich Nachts zuvor noch auf hatte brauchte ich gestern jedenfalls nicht. Als dann stockfinstere Nacht war, also um 8, bin ich dann noch mal raus und hab mir meinen Lohn für den Aufstieg angeschaut. Der wolkenlose Himmel mit all seinen Sternen und einer für mich noch nie so deutlichen Milchstraße waren atemberaubend. Allein dafür hatten sich alle Mühen gelohnt. Als ich dann noch mit Stirnlampe befaffnetden Hügel der den Blick auf Richtung Volcanopark mit all seinen aktiven Erruptionen erklomm, fesselte mich das Leuchten der Lava an allen möglichen Stellen. Am Tag sah man da lediglich Rauchsäulen aufsteigen, jetzt leuchtet gelbes Licht von glühender Lava. So ist das alles hier mal entstanden dachte ich. Als ich mich dann endlich satt gesehen hatte gings wieder zurück in mein Quartier. Den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt um ja nicht den Sonnenaufgang zu verpassen legte ich mich schlafen. DAs war allerdings erst mal gar nicht so leicht denn hier war es still. Also so richtig. Nix. Gar nix. Das muss man erst mal verkraften. Als mein Wecker dann klingelte bin ich auch gelich rein in meine Klamotten und raus aufn Hügel. Und was sah ich: Wolken und Nebel. Ich wartete so ne halbe Stunde, sah auch irgendwo die Sonne durchschimmern es wurde heller, aber die Sicht war leider fast Null. DDa bin ich dann lieber noch mal für ne halbe Stunde in den warmen Schlafsack. Viertel vor 7 gings dann raus. Anziehen, Plumsklo, Katzenwäsche und dann die Sachen gepackt. Mein Wasser aus der Auffangtonne hatte ich tags zuvor schon präpariert (Micropur gegen die Bakterien), und so gings kurz nach 7 an den Abstieg. Runter brauchte ich dann lediglich 2:50, fast 1,5 St. weniger als hoch. Am Mauna Loa Lookout angekommen (Ende der Mauna Loa road und Anfag des Trails) traf ich dann auf Rob. Ron war Angestellter der Fireguard und schaute gerade nach dem Rechten am Lookout. Ich gab ihm meinen Müll den ich ordnungsgemäß wieder vom Berg mit runter gebracht hatte und fragt ob er mich die 25 km bis zum Volcanocenter mitnehmen könne. Er sagt na klar aber er dürfe das eigentlich nicht. Es sei denn es wäre ein medizinischer Notfall. Dir gehts doch schlecht oder erwiderte ich mit of course und wir hatten unseren Spaß. Die Fahrt nach unten dauerte eine Stunde und unterwegs hatte Rob noch Arbeit von ner halben Stunde. Er sammelte in Blechbüchsen Blätter ein die er dann mit nahm zum trocknen. Anhand der verdunstenten Wassermenge lässt sich dann ermitteln wie trocken der Wald ist und ob eine Brandwarnung ausgegeben werden muss. Ron meinte die Blätter sind hier immer grün können aber dennoch extrem trocken sein. So gegen halb 12 waren wir dann wieder im Volcanocenter am Rangerstand. Oben hatten war noch schönes Wetter hier regnete es jetzt dünn aber heftig mit Wind. Nach meiner "out" Meldung (muss man machen sonst wird nach dem Zweiten Tag der emergencycontact angerufen den man in der Permit angeben muss, in meinem Fall Vicky) überlegte ich wie ich wieder nach Kona komme. Ein Bus von hier ging leider nicht. Und anchdem das mir dem Hichhiking hierher so gut geklappt hatte, beschloss ich mein Glück wieder mit trampen zu versuchen. Imerhin hörte der Regen nach ner Stunde auf... Um 16 Uhr also nach über 4 Stunden kam dann der Heleo Bus (ein kostenloser Shuttleservice für jeden, hauptsächlich aber für die arbeitende Bevölkerung ohne Auto) und nahm mich mit bis nach Oceanview. Dort angekommen bin icherst mal in den Supermarkt und hab mir ein Truhthahnsandwitch geholt. Zurück am Highway haderte ich dann mit mir ob ich weiter versuchen sollte nach Kona zu kommen oder hier in der Dreiseelengemeinde ne Unterkunft zu suchen. Allerdings hatte ich keinerlei "geruchsneutralen" Kleiderstücke mehr und so entscloss ich mich trotz der nahenden Dunkelheit weiterhin mein Glück als Tramper zu versuchen. Irgendwann musste es ja kommen. So wars auch, kaum 10 Min später kam ein kinnbärtiger Surfer samt Mom und fragte: Whats up brother? Kona City? Thats perfect war alles was mir einfiel. Mein Rucksack und ich selbst begaben sich dann hinten auf den Pickup und fuhren die letzten 70 km in die Nacht. Hier in Kona gings dann erst mal zum Supermarkt und zur Pizza und dann back ins Hotel. Mein Koffer war noch da ein Zimmer gabs auch noch so everything`s just fine. Hang loose Manni
16.10.2009 Die Nacht war sau kalt. Da mein Lager nach allen Seiten offen war, und ich auch Gepäcktechnischen Gründen nur eine Bundeswehrunterlage dabeihatte, wurde es doch recht ungemütlich. Zumindest der Schlafsach war sein Geld wert. Allerdings musste ich alle halbe Stunde die Position wechseln um der Kälte von unten Herr zu werden. Füße, Hände und Kopf waren aber warm. Mit dem Schlafen gings dann so einigermassen, alle paar Stunden war ich mal wach. Um 6 erhellten dann die ersten Sonnenstrahlen mein "Loft" ich blieb aber noch bis 7 liegen da mirs entschieden zu kalt war. Als die Sonne dann vollends erstrahlte schälte ich mich aus meinem Schlafsack. Die durchgeschwitze Jacke samt T-shirt vom Vortag waren leider des Nachts nicht getrocknet, das könnte zum Problem werden dachte ich mir. Nach einem Energieriegel, ein paar Aminos und ein wenig Stdentenfutter packte ich meine Sachen. Sogar ein Plumsklo gabs hier, welch ein Luxus. Das war sogar sauber und hatte Klopapier. Meinem Fusszeh gings gefühlt besser, allerdings ansehen wollte ich ihn mir noch nicht. So gings dann kurz nach 7 los Richtung Red Hill Cabin. Die Aussicht auf einen weichen Schlafplatz in einer geschlossen Hütte trieben mich an. Laut Plan meiner Roadmap die ich im Volcanocenter erhalten hatte standen 1000HM Aufstieg und 12,1 km Weglänge bevor. 4 - 6 Stunden bräuchte man. 12 km in 4 -6 Stunden??? Da ist wohl noch kein Ironman hoch dachte ich. Vielleicht aber auch doch als ich oben war. Tatsächlich habe ich 4,5 Stunden gebraucht und konnte kein Stück schneller. Der Ausblick und die bizarren Steinformationen waren sagenhaft. Irgendwie surreal das Ganze. Als ich dann endlich hier oben ankam war ich fix und alle. Außerdem plagen mich Kopfschmerzen die wohl ein erstes Zeichen der Höhenkrankheit sein können. Nach längeren Gesprächen mit mir selbst (sonst ist hier ja auch niemand) hab ich mich entschieden morgen wieder abzusteigen. Zum Einen will ich nix riskieren (die Ranger suchen erst wenn irgendjemand ne Vermistenmeldung aufgibt), zum Anderen wäre die Alternative morgen, dem 17ten zum Gipfel, und am 18ten dann ne Mörderabstiegstour über kanpp 3000 HM und an die 50 km Wegstrecke (Da mein Flieger am 20ten zurück geht hätte ich dann noch den 19ten um von hier wieder nach Kona zu kommen). Da mich mein Rucksack heute schon vergeblich versucht hat umzubringen ist mir das Alles zu stressig und riskant. Zumindest weiß ich jetzt was ich nächstes Mal anders machen muss. Hier oben ist es aber auch nicht minder beindruckend. Bei stahblauem Himmel hat man Fernblick in alle Himmelsrichtungen. Ich trinke gerad mein Bier das eigentlich für den Gipfel bestimmt war, und werde versuchen morgen den Sonnenaufgang zu erleben. Morgen gehts dann die beiden Aufstiegsetappen in einem Schwung zurück, und ich hoffe auch dabei trocken zu bleiben. Ach ja meinen Zeh habe ich mittlerweile auch angeschaut... Der doch recht blutunterlaufene große Zehennagel wird sich dann wohl über kurz oder lang verabschieden... Die Hütte hier ist übrigens richtig komfortabel. Betten mit Schaumgummiunterlage ein Tisch mit Bank an dem ich grad schreibe ein Plumsklo nebenan und ne Veranda auf die grad die Sonne scheint. Hang loose Manni
15.10.2009 Da es keinen Bus gab der direkt zum Volcano Park ging hatte ich mich entschlossen die ca. 150 km zu trampen. Kurz nach 8 machte ich mich mit meinem Rucksack und gefühlten 30 kg auf Richtung Highway. Da legte ich dann schon mal die ersten 5km zu Fuß zurück ,und war am Highway angekommen, schon völlig durchgeschwitzt. Finger raus und nach noch nicht mal zehn Minuten nahm mich eine ca. 50jährige Einheimische so ca. 20 km weit mit. Sie war sehr nett und gab mir ein paar Tips auf die ich achten sollte. In der kleinen Ortschaft in der sie mich raus lies dauerte es wieder nur ein paar Minuten bis mich ein ca. 25jähriger Surfer wieder ein Stück mitnahm. Der war "cool" und so viel unsere Konversation recht dünn aus. Mein Gepäck hatte ich hinten in seinem Pickup und als ich ausgestiegen bin und meinen Rucksack nehmen wollte hatte er dasd wohl vergessen und rollte los. Dumm nur das er dabei über meinen linken Fuß gefahren ist. Er stoppte, machte ein Zeichen zur Entschuldigung und fuhr weiter nachdem ich mein Gepäck entladen hatte. Da ich nix knacken gehört habe und die Zehe auch noch auf und ab bewegen konnte entschloss ich mich erst mal meine Reise fortzusetzen. Laufen musste ich ja erst später. Dann hatte ich Glück ein sich zur Ruhe gesetzte Dickwanst nahm mich ca. 80 km weit mit. Er erzählte in einer Tour und fragte zwischendurch auch schon mal ob er mich langweile. Mittlerweile war es 11 und ich freute mich dass das doch so gut klappte. Jetzt stand ich allerdings ne Dreiviertelstunde. Dann hielt Jhon an. Zusammen mit mit seinem Honey Loraine, wurde ich dann auf dem Notsitz des Pickups bis an den Eingang zum Volcanopark gebracht. Auf der Fahrt gabs Queen und sogar zwei Stück Butterkuchen. Alle sehr nett hier. Da stand ich nun also um 13:00 Uhr im Volcanocenter und ließ mich nun also von einem Ranger unterrichten, was ich alles beachten solle. Kurzzeitig kam mir der Gedanke ob ich nicht doch ein wenig übermütig war. So oft wie der das Wort dangerous aussprach bekam man schon nur vom Erzählen Schiss. Ich unterschrieb dennoch alles und hatte irgendwann meine Permit in den Händen. Und los gings. Ich wanderte jetzt also von der Volcano Station zur Mauna Loa Road und diese dann hoch. Die drei Autos die dabei an mir vobekamen nahmen mich leider nicht mit. So kamen jetzt immerhin 26 km zusammen und ca. 1000 HM. Bin jetzt um 19:00 Uhr abends leider im Dunkeln angerkommen, sitze hier am Ender der Straße wo der Trailpfad beginnt, und fange an zu frieren. Hier ist ein kleiner überdachter Rastplatz in dem ich mein Lager aufgeschlagen habe. Ach ja mein Zeh hat anständig gepumpt, aber ans Aufhören denke ich noch nicht. Mal saehen wie die Nacht wird und was der Zeh morgen früh sagt.
Kona, 13.10.2009 Nachdem sich nun alle meine Mitreisenden verabschiedet haben, werde ich ab heute von Zeit zu Zeit über den aktuellen Stand meiner Reise berichten. Aber ich fange mal von vorne an: Die Anreise nach Hawaii verlief eigentlich völlig reibungslos. Nach 18 Stunden reiner Flugzeit und einer kurzen Nacht in Honolulu war dann der erste Tag doch recht „wuschelisch“. Andi ( mein persönlicher Suporter und Sohn meines Sponsors Peter Taupp) und ich kamen aber ganz gut mit dem Jetlack zurecht. Bei Vicky sah das schon anders aus. Übelkeit, Schwindel und völlig von der Rolle triffts wohl am Besten. Am zweiten Tag hatte aber auch sie sich gefangen und begann die Insel zu genießen. Gleich mal vorne weg: Hawaii ist unbeschreiblich. Man könnte ja meinen 30°C, Sonne und Meer kenn ich auch vom Urlaub…. Weit gefehlt. Mit Worten lässt sich das hier eigentlich gar nicht beschreiben. Fängt schon mal damit an dass es eigentlich immer angenehm warm ist. OK oder auch heiß. Aber anders als bsp. Am Mittelmeer. Hier weht immer ein Lüftchen und man hat eine gute Zeit. Jeder lacht und grüßt jeden und genießt das Leben. Die einzigen Orte an denen man an eine Jacke dencken muss ist im Supermarkt oder ABC Store vorm Wettkampf. Ansonsten kann man hier 24 Stunden am Tag in Shorts und Shirt rumrennen. Und wenns dann mal regnet (passiert schon mal jeden zweiten Tag) weiß man auch warum hier trotz des warmen Wetters alles so schön grün ist). Es gibt überall grüne kleine Geckos mit einer roten Markierung auf dem Rücken, Vögel, Truthähne die im Baum neben unserem Bett nisten und pünktlich morgens um vier so was ähnliches wie Kickerickie veranstalten, Blumen in allen Farben und im Pazifik Fische die ich alle schon mal in Tierreportagen im Fernsehen gesehen habe. Ihr merkt ich bin beeindruckt. Zur Rennwoche: Um mich herum waren alle ein wenig nervös da mein Rad leider nicht mit uns und dem Rest unseres Gepäcks gelandet war. Zwei mal war ich umsonst zum Flughafen gefahren (ca. 10km von unserm Heim entfernt) um dann endlich beim dritten Anlauf zwei Tage nach unserer Landung mein Rad völlig unversehrt in Empfang zu nehmen. Zwei mal bin ich dann noch jeweils für ca. eine Stunde geradelt. Ein erster Eindruck was mich erwarten sollte war somit getan. Geschwommen bin ich ab unserer Ankunft jeden morgen mit Claudi und Arnd. Da ich gehörigen Respekt vor den Wellen und dem Salzwasser hatte wollte ich so oft es ging ins Wasser um mich dran zu gewöhnen. Hat hingehauen… Gelaufen bin ich noch ein Mal in der Rennwoche. Und dann noch mal für 15 Min.mit meinen neuen K-Swiss Ironman Rennschlappen um sie für den Wettkampf zu testen. Hat auch hingehauen… Zum Rennen: Da ich in der Woche vorm Rennen und selbst am Abend davor noch völlig entspannt war hatte ich schon Angst mir würde die nötige Spannung am Big Day fehlen. Aber Bernie behielt schließlich recht: Die Spannung kam am Morgen am Peer. Nach dem Bodymarking gings Richtung Schwimmeinstieg und zusammen mit Arnd lauschte ich noch der amerikanischen Nationalhymne gesungen von einem Hawaiianer. Die erste von vielen weitern Gänsehäuten kam mit aller Macht… Ich verabschiedete mich von Arnd (Claudi hatten wir vorher schon…) und schwamm nachdem die Pros weg waren Richtung Startlinie. Nach ca. 10 Min auf der Stelle paddeln gings dann auch für uns los. Ich erwischte von Beginn an gute Füsse und bekam relativ wenig Haue ab. Die Brille blieb am Kobb und ab und an wechselte ich die Beinchen vor mir. Ich glaube ich habe im Wasser schon das erste Mal gegrinst…Nach 1:07 entstieg ich den salzigen Element mit einer Siegerfaust und – na klar – einem breiten Lachen. Ab unter den Wasserschlauch und getreu der guten Ratschläge sehr gründlich abgespült. Auf zum Rad und ab auf die Strecke. Nach 1:11 war ich laut Garmin in den Pedalen, geil? So jetzt gings also auf den berühmt berüchtigten Konakurs. Heiß und windig – so wollte ich das haben schließlich war ich auf Hawaii. Genauso kams dann auch, allerdings sooo heiß wie seit Jahren nicht mehr und 50 km Gegenwind hat man auch nicht so oft (laut Marco der hier schon öfter war). Da ich das aber nicht wusste nahm ichs halt so hin und grinste bei 20km/h auf der Ebene und dem Gedanken daran wie mich Claudi jetzt wohl verfluchte da ich mir ja Wind gewünscht hatte. Die komplette Woche vor dem Rennen war es nämlich geradezu windstill. Am Ende des Radkurses war ich froh den Schnitt gerade noch über 30 km/h gehalten zu haben. Allerdings machte ich mir zwischenzeitlich Sorgen da Arnd mich nicht überholt hatte. Eigentlich hatte ich immer das Gefühl nicht an meiner Grenze zu fahren aber Arnd hinter mir? Wie sich herausstellte hatte er mächtig Probleme (Rücken, Hitze) und konnte darum seine gewohnte Leistung nicht abrufen. Ich hatte auch so meine Probleme auf dem Rad: Hintern ab km 30 die Füße wurden sauheiß und taten höllisch weh, leichte Kopfschmerzen versuchte ich mit jeder Menge Wasser zu eliminieren aber das war mir alles egal – hey ich bin bei den Worldchampionchips. Ich bedankte mich dann auch schon mal bei den Helferinnen indem ich sie mit Wasser abkühlte….So stieg ich nach knapp 6 Stunden vom Rad und wusste nicht so wirklich ob ich mich jetzt auf den Marathon freuen sollte. Aber natürlich sagte ich mir das Schlimmste ist rum jetzt nur noch 3 – 4 Stunden laufen and youareanironman… Schon die letzten 30 km auf der Radstrecke freute ich mich auf meine Frau. Hoffentlich seh ich nicht zu fertig aus waren meine Gedankengänge. In Frankfurt wusste sie gleich was los war und machte sich mächtig Sorgen. Das wollte ich hier vermeiden. Also blieb ich kurz bei ihr stehen (ca. bei km 1,5) gab ihr eine Kuss mit „mir geht’s prima“ und lief weiter. Prima gings mir aber nicht mehr lange. Ich bekam die befürchteten Magenprobleme in Form von Krämpfen im untern Bauch. An aufrechtes Laufen war nicht mehr zu denken. Gingen die ersten 5 – 6 km noch im 4:40er Schnitt weg (leichtes Gefälle) war ich ab km 7 schon über eine 5:15 froh. Bei km 11 kam dann das ersehnte Dixi. Dazu müsst ihr wissen dass die ersten 16 km am Alii Drive entlang gehen mit jeder Menge „Great Job“-Rufern und bewohntem Gebiet. Nach dem Dixigang dauerte es dann noch ca. 1km bis ich wieder aufrecht laufen konnte und die Zeiten wieder nach unten gingen. Vor meiner „Rast“ sah ich übrigens erst Arnd und dann Claudi da ca. bei km 8 ein Wendepunkt war. Ich hatte also ca. 2 bzw. 3 km Vorsprung… Den Grund meiner Magenprobleme schob ich auf die Unmengen von Gatorade, Gel und Powerbar_Erdnussbutterriegel die ich auf dem Rad zu mir genommen hatte. Und da meine liebe Vicky immer sagt Cola ist gut für den Magen bin ich ab da auf Selbiges umgestiegen. Immer mit dem Gedanken hier anzukommen habe ich mir dann auch an jeder Verpflegungsstelle Zeit gelassen. Wasser – Schwamm – Wasser – Eis – Cola – Wasser – Schwamm. Dann gings weiter. Ein Umstand machte mir allerdings Angst – Salzmangel. Im Gel als auch in den Riegeln ist Salz bzw. Natrium. In Frankfurt bescherte mir der Natriummangel Qualen die ich hier nicht erleben wollte. Meine Salztabletten die ich dabei hatte waren leider in einer Gelatinekapsel die sich dummmerweise bei diesen Temperaturen auflösten. So befand sich in meiner wasserdichten Box ein 8gKlumpen Sazgelatinebrei… Ich entschied mich dann alle 3 Meilen ein Gel zu nehmen, and it worked… Der Zieleinlauf war dann das Größte was man glaube ich als Ironman erleben kann. Den letzten Kilometer am Alii Drive… Menschenmengen, der Ozean – ich hab geflennt wie sau. Als mich dann Mike Riley ( Mr.Kona the Voice) mit den Worten Youareanironman begrüßte fiel ich auf die Knie und küsste den geheiligten Boden. Am liebsten würde ich jedes Jahr hier her kommen, nur leider kosts halt auch a weng. Ich spare aber schon für meinen nächsten Start hier. Spätestens 2013 will ich hier mit Bernie, Claudi, Arnd, Roger? (na wer will noch Jungs) und Volker (bitte bitte versuchs noch mal Das musst Du erlebt haben) die offizielle TSG-Vereinsmeisterschaft im WMIM austragen. Nachdem ich gestern zuerst Vicky und Andi und dann gegen Abend noch Claudi und Arnd verabschiedet hatte, gings in mein neues Hotel direkt am Alii Drive. Das Kona Islander Resort Hotel ist zwar nix Besonderes, aber für 60 $ die Nacht kann man hier auch nix erwarten. Immerhin liegts direkt neben dem Lava Java. Und zu meinem Tattoo Studio (Rainbow Falls Tattoo) ist es auch nicht weit. Da habe ich jetzt um 12:00 Uhr einen Termin um mir mein ganz Persönliches Andenken mitzubringen… Morgen früh will ich dann nur noch mit dem Rucksack bewaffnet Richtung Volcano Resort (ca. 95 Meilen) losziehen, um dann in 3 – 4 Tagen auf dem Gipfel des Mauna Loa eine Nacht zu verbringen. Soviel für den Moment, Mahalo an alle die mir die Daumen gedrückt haben bis bald!!! Hang loose, I`ll keep you updated Manni
Nachdem Frankfurt rum war, gönnte ich mir natürlich erst mal eine Auszeit. 4 Wochen trainierte ich nur nach Lust und Laune, also recht wenig und recht langsam. Gleichzeitig schaffte ich es meinen Körperfettanteil in 4 Wochen wieder auf den Stand von Weihnachten 2008 zu bringen. Auch ne Leistung….Sage und schreibe 5 Kilo packte ich in dieser Zeit auf die Rippen. Kennt ihr den Formwandler von Star Treck???
Nach dem Kommz Anfang August versuchte ich dann wieder geregeltes Training aufzunehmen. Das fiel mir aber alles andere als leicht. So recht wollte der Körper als auch de Kobb noch nicht. Für was schon wieder so ein Aufwand, das Highlight war doch rum und Hawaii lediglich die Zugabe. Ich motivierte mich damit nicht wieder so leiden zu müssen. Und um in Kona anständig ins Ziel zu kommen, geht’s halt nicht ohne Training. So verging der August mit lustlosen Einheiten und der Hoffnung das da noch was kommt. Der Zenit in der Gewichtskurve war auch überschritten und es ging dann so ganz langsam immer besser. Im September angekommen, gab ich dann wieder Vollgas. Die Körperspannung stellte sich quasi von selbst ein und die Leistung kam auch wieder. In der Vorbereitung für Hawaii legte ich dann den Schwerpunkt aufs Laufen. Das kann ich zwar am Besten, dennoch habe ich in Frankfurt da am meisten gelitten. So kamen im September dann immerhin 350 km zusammen. Auf dem Rad absolvierte ich immerhin auch noch mal 900 km (dem Wetter sei dank) und die dann auch noch qualitativ hochwertig. Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt dass ich 35 km im Wasser verbracht habe. Das letzte Wochenende brachte dann auch die Gewissheit dass die Form wieder da ist, in etwa wie vor Frankfurt oder gar besser. Nach einem flotten 25km Steigerungslauf (5km Abschnitte) im Schnitt mit 4:33/km am letzten Donnerstag, ging’s am Samstag mit Arnd durchs Hafenlohrtal über Wiesen zurück im 29,96km/h Durchschnittstempo. Am letzten Buckel nach Hohl, überzeugte ich schließlich auch Arnd der kopfschüttelnd neben mich gefahren kam und spaßig meinte ob jetzt sein Wattmesser kaputt ist. Er beglückwünschte mich und attestierte mir eine sehr gute Form. Tags drauf am Sonntag sind wir dann die große Runde zusammen gelaufen. Er 29 ich noch mal 35,4km. Die Beine waren trotz der 140km Radtour erstaunlich locker. Abends sind wir dann im Becken noch mal 3,8km in 01:06 geschwommen – Hawaii kann kommen.
Auch mein Körperfett hat den erneuten Formwandel vollzogen und mit einem Wochenmittelgewicht von 62,5kg geht’s auf nach Kona. Die Spannung steigt….
Die letzten Tage und die Ziele für den Ford Ironman:
Von morgen bis Sonntag mache ich gar nix außer packen und erholen. Am Samstagmittag geht der Flieger und nach ca.19 Stunden reine Flugzeit (zwei mal umsteigen, eine Nacht in Honolulu) landen wir am Sonntagmorgen um 06:33 am Keahole Airport in Kona. Der Leihwagen ist bereits gemietet und steht dann hoffentlich am Flughafen bereit. Wohnen tun wir gemeinsam mit Claudi und Arnd in einem Haus mit zwei Wohnungen ca. 20 Min vom Strand entfernt. Die beiden fliegen schon morgen, wir treffen uns dann dort und bringen Brötchen mit…
Somit habe ich 6 Tage zum Akklimatisieren und verarbeiten des Jetlacks um dann am Samstagmorgen dem 10.10.2009 um 07:00 Uhr (19:00 Uhr deutsche Zeit) hoffentlich gut erholt ins Wasser zu gehen. Die Tage vorm Wettkampf werde ich versuchen täglich mal im Salzwasser zu schwimmen und noch zwei drei mal aufs Rad zu gehen. Schließlich will der Körper wieder in Spannung gebracht werden.
Meine Ziele für den Wettkampf:
Ankommen – Lange war die Planung und Vorbereitung um hier mal her zu kommen, darum steht an allerserster Stelle das „Finishen“!!!!
Daylight-Finisher – Da bereits nach ca. 11stündiger Wettkampfdauer die Sonne untergeht gilt es sich ran zu halten um noch im Hellen anzukommen.
Auch gegen Ende hin nicht zu leiden wie in Frankfurt und mit einem Lächeln im Gesicht beim legendärsten aller Ironman`s ins Ziel zu laufen.
Das alles hängt natürlich von den dann herrschenden Bedingungen ab. Es heisst man kann da schon mal mit Böen um die 100 km/h aufm Rad rechnen. Andererseits versuche ich auch in Kona meinem Motto treu zu bleiben: „Das Wetter hat keine Chance“.
Mit der Voraussage für eine Zielzeit tue ich mir natürlich schwer, ich machs dennoch mal:
Schwimmen: 1:10
Rad: 05:50
Lauf: 03:30
Alles in allem also so um die 10:30, wenn alles gut läuft….aber wie gesagt wenn dann 11:30 raus kommen ist mir das auch wurscht….
Da ich erst am 30.10.2009 wieder zurück bin hier noch ein kurzer Überblick über die geplanten Aktivitäten nach dem Ironman:
11.10. Awards Party
12.10. Vicky (Kinder haben Schule und sind sauer zu Hause bleiben zu müssen) an den Flughafen fahren und zusammen mit Fam. Hille verabschieden. Anschließend Unterkunft für zwei Tage suchen, und ab ins Tattoo Studio.
13.10. Im Rainbowfalls Tattoo Studio von Steve Cotton ein Andenken stechen lassen (Was werdet ihr dann sehen wenns vollbracht ist) Motto von Steve: If you can think it, we can ink it…
14.10. Aufbruch nach Volcano ab zur Ranger Station und Start meiner Tour zu Fuß und ganz alleine auf den Mauna Loa (4100m). Nach einer Nacht auf 2000 und einer auf 3000m Meereshöhe (im Schlafsack in sog. Cabins – unbewirtschaftete Hütten mit jeweils 8 Schlafplätzen) will ich dann am dritten Tag dem 16. Oder 17.10. eine Nacht auf dem Gipfel verbringen, das Erlebte genießen um dann tags drauf auf der anderen Seite wieder ins Tal zu wandern.
20.10. Abflug in Kona nach Miami. Dort besuche ich dann einen alten Freund (Lucas) von mir, und mache dort (Port St. Lucie) noch mal richtig Urlaub mit Boot fahren, Angeln, Bier trinken und von früher erzählen…
Die schöne Zeit endet dann wie gesagt am 30.10.2009, da lande ich wieder in Frankfurt…
Allen die mir die Daumen gedrückt haben und sie mir sicher auch in Kona drücken noch mal vielen Dank. Ich versuche die Zeit zu genießen, werde sehr viele Bilder machen und wenn ich zurück bin ist jeder eingeladen meine Erlebnisse mit mir zu teilen.
Das war heute wohl der härteste Wettkampf den ich bisher bestritten habe. Kurz zum Rennverlauf: Schwimmen super 59:30, Rad fahren lief auch super keine Probleme und nach 5:21 stieg ich vom Rad. Und dann kam meine eigentliche Paradedisziplin: Laufen. Die ersten 10 "lief" ich auch. 4:14 im Schnitt war voll im Soll. Das sollte sich allerdings im Rennverlauf ändern. Bei km 14 hatte ich das erste Mal Kreislaufprobleme. Das wurde im Rennverlauf dann immer schlimmer. Sobald ich das Tempo nur geringfügig anzog und mein Puls ein paar Schläge höher ging wurde mir schwindelig. Also Tempo drosseln bis es wieder ging. Na ja raus kam immer noch eine 3:15 was ja eigentlich nicht ganz schlecht ist. Die letzten 5 km waren dann auch die schlimmsten aller meiner Rennen. Mit dem Wissen alles geben zu müssen hat nur noch mein Wille meinen Körper dazu bewegt weiterzulaufen. Obs für die Hawai Quali reicht erfahre ich leider erst morgen. Ich bin 29 in meiner AK und es gibt 25 Plätze. Allerdings weiß ich schon von dreien die nicht hin wollen, sieht also eigentlich ganz gut aus. Alles in allem bin ich dennoch super glücklich mit meinem Ergebniss (Hey immerhin 152er gesamt). Die angekündigten 9:30 habe zwar nicht geknackt aber ein Ironman ist nun mal kein Wunschkonzert. So und jetzt möchte ich mich mal gaaaaanz herzlich bei allen Fans an der Strecke bedanken ihr ward klasse. Danke danke danke. Ich werde jetzt mal die Beine hochlegen und meinen Flüssigkeitsdefizit versuchen auszugleichen. Essen geht noch nicht wirklich an mich. Morgen werde ich euch natürlich umgehend informieren obs mit der Quali was geworden ist. Hang loose Manni
Kurz vorm lang ersehnten Wettkampf bin ich guter Dinge. Alle sowohl körperlichen als auch mentalen Belastungen sind nun rum. Die Regeneration ist in vollem Gange und ich hoffe mein Körper vollzieht die Erholung so wies auch in den Büchern steht. Dass ich vor Energie aufgrund des verminderten Trainings nur so strotze kann ich jedenfalls nicht behaupten. Vielleicht kommt das aber auch noch. Die letzten Tage vorm Raceday werde ich in etwa so verbringen: Heute noch mal Stabi und viel Gymnastik, Massage, 30 Min Schwimmen - reduzierte Kohlehydratzufuhr; Dienstag knappe Stunde Laufen - reduzierte KH; Mittwoch: Ruhetag KH hauptlastig; Donnerstag 30km Rad anschließend 6km Laufen, Nudelparty; Freitag 30 Min Schwimmen, Startunterlagen holen, Wettkampfbesprechung mentale Vorbereitung; Samstag Radabgabe, 10 - 20 Min leicht traben, wahrscheinlich permanentes Grübeln nicht doch irgendwas vergessen zu haben....
Und wenn ich Samstagnacht schlafen kann klingelt der Wecker am Sonntag so gegen 4:00 Uhr. Mein bevorzugtes Frühstück besteht dann am Sonntag aus Toast mit einer Banane und Honig. Und um 6:45 Uhr gehts dann endlich los
Jippiajeh!!! Das Gröbste ist rum. Und da bin ich auch froh drum. Und wenn ich mich im Umfeld meiner Mitstreiter so umhöre gehts nicht nur mir so. Ich denke die meisten sind froh dass das Training geschafft ist und jetzt warten wir alle dass uns der Race Day dann endlich für alle unsre Mühen entlohnt. Zwei Wochen vor dem IM kann ich mit folgenden nüchternen Zahlen aufwrten: 240km geschwommen, 6500km Rad gefahren und 1800km gelaufen. Und das alles ab Oktober 2008. Die letzten zwei Wochen seit Hannover habe ich versucht noch mal den letzten Schliff zu setzen. Allerdings wurde es von Tag zu Tag mühseliger sich und seinen Körper zu motivieren. Schön war das Schwimmen. Am Samstag gings in den Langener Waldsee zum offiziellen Streckentest. Laut Herrn Denk war die abgesteckte Strecke zwar nur 3,6km lang, aber zusammen mit Bernie stiegen wir nach 01:02 ausm Wasser und waren damit auch recht zufrieden. Am Donnertag war ich dann noch mal in Langen (Sailfish-Nightswim) und zusammen mit Claudi, Arnd, Thomas und Diana Wollinger haben wir dann so nette Trias wir Lothar und Nicole Leder, Kai Hundertmark und - siehe da - Chris MacCormac durch den See gejagt. Heute gehts noch mal nach Niedernberg um beim Honischlauf meinen ersten Strassenzehner 2009 zu laufen. Mal sehen was geht. Ich denke ne 36er Zeit ist drin. Morgen noch mal 2,5h Rad und a bisserl Schwimmen. Montag dann der letzte 30er und dann 3 Tage Ruhe. Wenn ich jetzt noch ungeschoren den Magen/Darminfekt meiner Frau überstehe wirds ein Fest am 05.07. So long Manni
Gestern stand der obligatorische Formtest 4 Wochen vorm Raceday auf dem Plan. In Hannover ging ich über 1,9km Schwimmen, 90km Rad fahren und 21,1km laufen an den Start. Zusammen mit Simon Sturma, Uwe Banaszak und Peter Ungemach nutzten wir diesen Wettkampf um unsere Form zu testen. Zum Rennen: Das Schwimmen lief eigentlich ganz zufriedenstellend. Lediglich mit der Zeit (33Min) war ich nicht ganz zufrieden. Das lag aber wohl am Gerangel auf den ersten 300 - 400 Metern. Da kam ich aber irgendwann durch und konnte problemlos und ruhig die Strecke absolvieren. Nach einem Landgang von ca. 400 Metern zur Wechselzone gings aufs Rad. Da sollte sich nun zeigen ob die 5500 Trainingskilometer auch in Leistung umzusetzen waren. Gleich vorneweg... nicht wirklich. Drei Runden à 30km hörte sich erst mal gut an. Auch die Höhenmeter mit ca. 400 insgesamt sollten kein Problem darstellen. So ging es also ziemlich flach übers Land. Der Wind war auch nicht wirklich stark, und so machte ich das was ich mir vorgenommen hatte. Aufm Lenker liegend in der Aeroposition reintreten als gäbs kein morgen mehr. Nach der ersten runde hatte ich auch immerhin noch einen Schnitt von 34,5 km/h - also alles im Lot. Dann allerdings machten so nach und nach mein Muskeln vom Hintern in den hinteren Unterschenkel zu. In der Folge musste ich immer mehr rausnehmen und ab km 70 - 80 konnte ich dann großteils nur noch in aufrechter Position fahren um eien Krampf zu vermeiden. Nach 2:40h stieg ich vom Rad. Spaß gemacht hats keinen Meter. Sicher hatte das Wetter seinen Anteil daran (ca. 14-16°C, bewölkt und ab und zu leichter Regen), aber zum einen lass ich das so nicht gelten und zum Anderen kanns am 5ten genauso sein. Immerhin weiß ich jetzt welche Muskelpartien dringend der Nachbesserung bedürfen. Auf der Laufstrecke ließ ichs dann wie gewohnt rollen und absolvierte den HM in 1:25:57. Zäh waren dabei nur die letzten 6 km. Ca. 500 Meter vorm Ziel hielt mich auch noch kurz eine Strassenbahn auf da diese die Laufstrecke kreuzte und sie nun halt grad kam:-) In Bayern unvorstellbar..... ich fands amüsant.
Alles in allem hab ich wohl das Minimalziel erreicht. Ich kann mir auch vorstellen die doppelte Distanz mit der doppelten Zeit zu absolvieren. Dafür müssen dann allerdings besagte Muskeln halten und nicht zumachen, sonst wirds sehr sehr happig. Aber wie ihr mich kennt bleib ich dabei: In Frankfurt werde ich unter 9:30 einlaufen.
In 31 Tagen ist es dann also soweit. Da wird sich zeigen ob die investierte Trainingszeit auch belohnt wird. Trainieren konnte ich aufgrund von Kurzarbeit etc. so viel wie noch nie. In den letzten vier Wochen konnte ich immer über 20 Stunden meinen Körper fordern. Hier mal eine persönliche Bewertung meiner Form der einzelnen Disziplinen: Schwimmen: Bei meiner letzten mit Zeitnahme absolvierten Einheit mit Bernie, sind wir im Kahler See die 1,9 km in 30:32 geschwommen. Am Montagabend sind wir dann noch mal 3,8 geschwommen, hatten allerdings keine Uhr dabei. Beide Einheiten stellten keine große Herausforderung dar, soll heissen alles locker geschwommen. Mit der Form sollte nix mehr anbrennen. Rad: Bekannterweise meine schwächste Disziplin, war ich auch hier nicht untätig und bin in der Vorbereitung bisher 5500 km gefahren. Mein lieber Freund Arnd hat mich bestmöglich unterstützt und ich spüre und sehe Muskeln an Stellen in den Beinen wo früher keine waren. Inwieweit die mich dann in Frankfurt schneller ins Radziel bringen kann ich aber nicht einschätzen. Ich fühle mich hier immer noch recht unsicher. Näheres wird am Wochenende die bevorstehende Mitteldistanz in Hannover zeigen. Laufen: Bekannterweise meine stärkste Disziplin, ist meine Form nach überstandener Reizung meines Tractus Iliotibialis wieder voll da. Nach zig 30ern und einem "Trainingsmarathon" in Düsseldorf (2:49) sollte auch hier alles rund laufen.